Namibia Roadtrip – Reiseplanung

Für die Planung unserer Namibia Mietwagenrundreise habe ich mir viel Zeit gelassen. Schließlich sollte es nicht nur einfach irgendeine tolle Reise werden. Es sollte unsere Hochzeitsreise werden! Und so war die schlichte Zielsetzung an die Reise: unvergessliche WOW-Momente.

Planung eines Namibia Roadtrips

Reisezeit für die Namibia Reise

Namibia – beste Reisezeit

Namibia liegt auf der Südhalbkugel. Folglich sind die Jahreszeiten den unseren genau entgegengesetzt. Wenn wir beispielsweise im Herbst erstmals die Heizung anstellen, beginnt in Namibia der Frühling.

Man kann Namibia grundsätzlich ganzjährig bereisen. Zwischen Mai und September sind die Temperaturen angenehm (20 – 25°C) und Regen ist in dieser Zeit sehr selten. Vor allem August und September sind perfekt für eine Safari-Reise, da die Tiere wegen der Wasserknappheit an die Wasserlöcher kommen müssen.

In den Monaten November bis März ist es feuchter und man kann Regenschauer und Gewitter nicht ausschließen. Die Folgen können im schlimmsten Fall überflutete Straßen sein. Die Temperaturen liegen zwischen 30 und 35°C. Trotzdem zieht es in dieser Zeit viele nach Namibia, weil die Vegetation zum Leben erwacht.

Unsere pragmatische Entscheidung hinsichtlich der Reisezeit

Bei der Reisezeit waren wir ganz pragmatisch: die kühle Nebensaison im Juni ist am günstigsten und das Wetter ist stabil. Zudem waren in dem Jahr keine bayrischen Ferien im Weg, so dass wir uns nicht mit Kollegen mit Kindern absprechen mussten.

Rückblickend war der Namibische Winter eine gute Entscheidung. Tagsüber wurde es nie zu warm und nachts lagen wir in unseren kuscheligen Betten, manchmal mit einen offenen Kamin und teilweise mit lieben Grüßen von der Lodge in Form einer Wärmflasche.

Achtung: Ferien in Südafrika beachten

Man sollte die Ferien von Südafrika berücksichtigen. Denn so wie bei uns viele ihren Urlaub im nahen Österreich verbringen, fahren auch die Südafrikaner gerne ins Nachbarland Namibia. Dann sind die Straßen, Lodges und Campingplätze spürbar voller. Hier findest du Südafrikas Schulferien.

Planung der Route und der Unterkünfte

Festlegen der Prioritäten

Als ich die Route für unseren Roadtrip durch Namibia plante, recherchierte ich sehenswerte Orte im Internet, ließ mich von Blogs und Reiseberichten inspirieren und verbrachte viel Zeit im Namibia-Forum. Recht schnell war klar: Namibia ist zu groß und es gibt viel zu viel zu sehen. Also legte ich die Priorität auf Wüsten und den Etosha Nationalpark und baute den machbaren Rest um diese beiden Reisebausteine herum.

Sehr hilfreich bei der Planung und während der Reise immer zur Hand: der Iwanowski-Reiseführer* Namibia.

Tagesetappen

Die Planung der Tagesetappen ist wichtig, wenn man Namibia als Selbstfahrer entdecken will. Meine persönliche Schmerzgrenze ist – abhängig vom zu erwartenden Zustand der Strecke – etwa 250km/Tag. Denn man will ja nicht nur Namibias Straßen in Erinnerung behalten. Manchmal geht es einfach nicht anders und eine Etappe ist länger. Das sollte dann aber die absolute Ausnahme sein und am besten durch einen Ruhetag ausgeglichen werden.

Planung und Buchung der Unterkünfte in Namibia

Bei der Planung von Unterkünften versuche ich immer, das ein oder andere Highlight einzubauen. Damit ist keine teure Luxus-Unterkunft gemeint, sondern einfach etwas Besonderes, das in Erinnerung bleibt.

Aber die Auswahl an tollen Unterkünften und bezahlbaren Lodges in Namibia ist riesig und es fällt geradezu schwer, zwischen all den Highlight auch einmal eine „normale“ Unterkunft einzuplanen.

Hier ließ ich mich von dem Iwanowski-Lodgeführer* „101 Namibia – Die schönsten Reiseziele, Lodges und Gästefarmen“ inspirieren.

In meiner Planung fanden sich schließlich ein Aufenthalt auf einer Wildfarm am Rand der Wüste Namib, ein Baumhaus vor den Toren des Etosha Nationalparks, ein Eagle’s Nest Chalet mit unglaublicher Aussicht in der Karoo, …

Ealges Nest Chalet
Ein Eagle’s Nest Chalet des Klein Aus Vista.

Als ich mit der Planung zufrieden war, stellte sich die Frage, wie ich die Unterkünfte buchen sollte. Ich bin kein Fan davon, mich selbst darum kümmern zu müssen. Also fragte ich die geplanten Unterkünfte bei Iwanowski‘s-Reisen an, erhielt innerhalb kürzester Zeit ein Angebot und buchte das Unterkunftspaket anschließend auch ganz unproblematisch.

Quasi durch einen Zufall erfuhr die zuständige Mitarbeiterin wenig später, dass es sich bei der Reise um unsere Hochzeitsreise handeln würde. Ich wollte deswegen keinen Wind machen, obwohl ich wusste, dass das manchmal zu Vergünstigungen führen kann. Wie wir im Laufe der Reise erfahren sollten, hat sie diese Information heimlich an alle Unterkünfte weitergegeben, so dass wir manchmal bessere Zimmer oder kleine Aufmerksamkeiten bekamen. Rückblickend war das dann irgendwie doch ganz nett…

Buchung des Mietwagens

Bezüglich des Mietwagens recherchierte ich einige Zeit im Internet und versuchte das Für und Wider der einzelnen Anbieter abzuwägen. Der Preis war dabei nicht unbedingt ausschlaggebend. Eher das Gesamtangebot, die Erfahrungsberichte von anderen Reisenden und der Eindruck, den das jeweilige Unternehmen bei mir hinterlassen hat.

Ich blieb immer wieder bei Asco Car Hire hängen. Und da ein Mietwagen in Namibia robust und allradgetrieben sein sollte, buchte ich schließlich einen fetten Toyota Hilux Double Cab 4×4 Automatik, den wir nur noch „Das Schiff“ nannten. Warum Automatik? Nun ja, sagen wir, ich bin da etwas verwöhnt. Übrigens darf man „Das Schiff“ und die meisten anderen Mietwagen erst fahren, wenn man mindestens 30 Jahre alt ist! Darauf sollte man bei der Buchung achten.

Als zusätzliche Extras gönnte ich uns eine PVC-Box, um unsere Kameras etc. staubsicher wegpacken zu können, einen großen Kompressor (der war Gold wert, als zwei Südafrikaner ihren platten Reifen mit einem normalen Kompressor nicht aufpumpen konnten) und eine große Kühlbox, damit unsere Getränke nicht allzu warm wurden.

Großes Auto in Namibia
Wir und das „Schiff“ – der Hilux war schon ein echt cooles Auto. Wer hier ein kleineres Modell fährt, fällt auf.

Buchung des Flugs nach Namibia

Wie meistens buchte ich den Flug nach Namibia beim Reisebüro meines Vertrauens. Wir wollten früh in Windhoek ankommen und entschieden uns daher für einen Nacht-Flug mit Air Namibia.

Etwa ein halbes Jahr vor der Reise strich Air Namibia eiskalt unsere Flugtage. Mir wäre das vermutlich erst kurz vor der Reise aufgefallen, aber dank unseres Reisebüros wurden wir sofort informiert und konnten noch einigermaßen kostengünstig auf South African Airways mit einem Zwischenstopp in Johannesburg umbuchen. Ein weiterer Vorteil bei der Buchung über das Reisebüro war auch, dass die Rückerstattung für den stornierten Flug sofort erfolgte und wir nicht ewig auf unser Geld warten mussten.

Ausflüge und Tischreservierung

Als die Reise in trockenen Tüchern war, kümmerte ich mich noch um Ausflüge, die ich vorab buchen wollte. Das Schöne an Namibia ist, dass man vieles ohne eine Tour machen kann. Sei es im Etosha selbst auf Safari gehen oder in der Namib das Deadvlei mit seinen toten Bäumen besuchen.

Aber mache Dinge findet man allein einfach nicht… wie die Little Five. Wüstengecko, Skorpion, Sidewinder-Schlange, Wüsten-Chamäleon, Eidechsen… die sieht man am besten während einer geführten Tour ab Swakopmund. Also buchte ich bei Living Desert Adventures eine Halbtagestour.

Wüstenchamäleon
Ein Wüstenchamäleon während der Living Desert Tour.

Und weil sich die Tour in die Mondlandschaft im Hinterland so interessant anhörte, buchte ich die gleich noch mit.

Diese Welwitschia mirabilis soll etwa 800 Jahre alt sein.

Zu guter Letzt reservierte ich noch einen Tisch in Kücki’s Pub in Swakopmund, weil ich befürchtete, dass wir spontan keinen Tisch bekommen würden. Und da das Pub im Namibia Forum immer wieder erwähnt wurde, schien das eine ganz gute Adresse für ein Abendessen zu sein.

Übersicht meiner Empfehlungen*


Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Erfahrungsbericht, der auf meiner eigenen, ehrlichen Meinung beruht. Es bestanden keine bezahlten Kooperationen.

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